Kurzgeschichtenfestival September

Hervorgehoben

Kurzgeschichten polarisieren Autoren und Leser. Einige halten sie nur für eine Fingerübung, andere betrachten sie als Königsdisziplin.
Inzwischen liegt die Zukunft der Anthologie fast vollkommen in Hand von Kleinverlagen, die sich oft nur schwer Gehör verschaffen können auf dem Buchmarkt.

Im September veranstalten wir daher online ein Kurzgeschichten-Festival, bei dem es Interviews, Einsendetipps und natürlich Rezensionen einzelner Kurzgeschichten gibt.Hier findet sich eine Übersicht der Artikel. Oder haltet in euren sozialen Netzwerken nach dem Hastag #KGFestival Ausschau.

Jeder ist auch herzlich eingeladen mitzumachen bei dem Rezensieren einzelner Kurzgeschichten.

Termine (wird ergänzt):

1. September: Anthologien – Eine Einführung

2. September: Namensgebung / Pseudonyme bei Ingrid Pointecker vom Verlag ohne Ohren

3. September: Rezension einer Kurzgeschichte : „Der Tod und die Häßliche“ von Bruce D. Arthurs, aus: Sword and Sorceress IV

4. September: Eine politische Kurzgeschichte „Der arme kleine Goblin“ bei Meara Finnegan

5. September: Rezension einer Anthologie mit Mini-Rezensionen zu ALLEN Kurzgeschichten, beim Bloggerteam Trimagie: „German Kaiju“, Hrsg. Markus Heitkamp, Marc Hamacher und Detelf Claus

6. September: Worauf Verleger bei Einsendungen zu Anthologie-Ausschreibungen achten –  Verlag der Schatten

7. September: Wo findet man Ausschreibungen und was ist dabei zu beachten? bei Meara Finnegan

8. September: Rezension einer Kurzgeschichte bei Alessandra Reß

9. September: Interview mit dem Gewinner des DPP 2018 Gerd Scherm

10. September: Rezension einer Kurzgeschichte bei Meara Finnegan

11. September: „Herausgeber – Geschichten sammeln und fertig?“ ein Gastartikel von Charlotte Erpenbeck.

12. September: „Der Lockruf der Singenden Flamme.“ Ein Artikel von Peter Schmitt über Pulp-Kurzgeschichten

13. September: Gastartikel „Held, sieh zu wie Du klar kommst.“ Der Horrorautor Thomas Williams über das Schreiben und Veröffentlichen von Kurzgeschichten.

14. September: Artikel von Grit Richter über anonymisiertes Lesen von Einsendungen (Art Skript Phantastik Verlag)

Bergfest – wir feiern es mit 2 Beiträgen:
15. September: Tipps zum Überarbeiten von der Lektorin Sabrina Uhlirsch
und
eine Rezension der Kurzgeschichte „Ein Teil Deiner Welt“ von Sabrina Schuh aus der Märchenspinnerei-Anthologie  beim Bloggerteam Trimagie

16. September: Artikel „Die Meisterschaft des ersten Satzes“

17. September: Rezension „Eine saubere Lösung“ (Alessandra Reß), aus der Anthologie „Die Putze von Asgard“, Machandel Verlag

18. September: Interview mit Markus Heitkamp, Autor & Herausgeber

19. September: Rezension „Der Feind auf meiner Couch“ – Kurzgeschichten aus dem Wannenbuchverlag

20. September: ein Artikel zum Überarbeiten: „Der erste und der letzte Satz und das kurze Dazwischen“, bei Autorin und Lektorin Jana Oltersdorff.

21. September: Rezension „Grabraub“ von P.N. Elrod, der Autorin der Vampire Files Series

22. September: Ein Interview mit einer Buchfigur bei dem Youtubechannel von Trimagie mit der Anthologie „Schnittergarn“ (Leserattenverlag)

23. September: Literaturpreise für Kurzgeschichten

24. September: Interview mit Juliane Seidel, Herausgeberin einer queeren Charity-Anthologie

25. September: Was ist eine Kurzgeschichte wert?

26. September: Rezension einer Kurzgeschichte von Simone Schwarze (arts & words)

27. September: Kurzgeschichten und Crowdfunding – ein Artikel von Jenny Woods auf ihrer Patreon-Seite

28. September: Die Meisterschaft des letzten Satzes

29. September: Rezension einer Kurzgeschichte

[Messebericht] Buch Berlin 2019

Die sechste Buch Berlin ist zu Ende – diesmal noch größer als letztes Jahr. Den Titel „drittgrößte Buchmesse“ trägt sie zu Recht – wenn man sich die Anzahl der Aussteller ansieht (reine Leser waren leider nicht so viele da, vor allem Aussteller, Autoren, ein paar Blogger).

Bis auf ein Jahr habe ich jede BuchBerlin mitgemacht, mangels Roman oder gar Romanen immer als Besucher. Ich glaube, ich war sogar auf der aller ersten – als sich Lesungen und Aussteller noch einen Raum teilen mussten. Strom gab es da auch nicht an den Ständen, aber einen strategisch positionierten Geldautomat direkt vor dem Gebäude. 😀

Jedes Jahr bin ich aufs neue gespannt, welche Metamorphose die BuchBerlin gemacht hat. Das Estrel hat mir als Location bisher am besten gefallen – dort hatte ich auch geschlafen und konnte meine drölfzig Bücherstapel direkt ins Zimmer bringen.

Dieses Jahr fand es wieder im Mercure in der Stephanstraße statt. Eigentlich ist es ja gut, dass nicht ständig der Ort gewechselt wird. Inzwischen finde ich auch zum MOA ohne mich zu verlaufen  – vielleicht sollte ich mal davon absehen, jedes Jahr eine andere Unterkunft auszuprobieren 😉  Könnte bei der Orientierung helfen! Mein Hotel war auch richtig hübsch und hatte tolles Frühstück!

Dekoration auf den Gängen – ganz im Zeichen der Filmkunst!

Diesmal hat die Veranstaltungsleitung sich für eine wilde Durchmischung der Genres entschieden. Das fand ich ziemlich unübersichtlich. Ich gehe ja exzessiv zu Buchmessen, um den Kleinverlagen und Autoren direkt ihre Bücher abzukaufen, eigentlich schaue ich auch immer alle Stände an – hier sind mir nur 5 Krimistände aufgefallen. Gezählt habe ich dabei Stände, die ausschließlich Krimis anbieten, ACABUS dann zum Beispiel nicht. (Bitte verlinken, falls in der großen Halle mehr als zwei Stände nur mit Krimis waren).
Diese 5 (?) Stände waren auch auf 2 Räume verteilt – in der großen Halle nicht mal nah nebeneinander.

Deswegen hätte ich einen Stand beinahe übersehen, wenn ich nicht extra nach Autorennetzwerken gesucht hätte für Kurz-Interviews (siehe Foto-Serie bei Instagram , ich mache aber auch noch einen eigenen Blogartikel zu Autorennetzwerken).

Die „Autorengruppe Tödlich“ gibt Krimi-Anthologien in Eigen-Regie heraus (nicht immer mit Mord und Totschlag), bei denen auch Gastautoren mitmachen dürfen.
Einen Band, in dem auch einige historische Krimi-Kurzgeschichten enthalten sind, habe ich direkt auf meinen Weihnachtswunschzettel gesetzt! Ich liebe historische Krimis.
Und Krimis.
Und Kurzgeschichten.
Zum Glück habe ich sie noch entdeckt!

Autorengruppe Tödlich

Irgendwie fand ich diese Genre-Durchmischung furchtbar irritierend. Dass man nicht alle Steampunker oder Horrorautoren nebeneinander haben will, okay – aber warum dann nicht nur die Phantastik mischen und die anderen Subgenres nebeneinander, die sind ohnehin nicht soviel vertreten?

Dafür waren die 3 größten Stände, die vermutlich auch am meisten gesucht werden, praktisch nebeneinander. Korrektur: zwei waren nicht nur praktisch, sondern tatsächlich nebeneinander.
Da gibt’s dann auf einmal keine Durchmischung mehr!
Wenn man es schon mischt, dann doch die Publikumsmagneten mit den riesigsten Ständen in unterschiedliche Ecken – damit die Besucher auch wirklich überall hingeleitet werden. So knubbelte es sich eher am Eingang der großen Halle, bei den 3 sehr dicht positionierten Publikumsmagneten und in der Kleinen Halle.

Ganz ganz links in der großen Halle gefunden – die Uferlosen. Der Rest der queeren Phantastik war ganz genau am anderen Ende (?!).

Insgesamt hatte ich leider wieder den Eindruck, dass die BuchBerlin eher eine Fachbesuchermesse ist als eine Buchmesse. Dieser Eindruck wurde auch von anderen Leuten bei Twitter geteilt. Ich war meistens am Ende der großen Halle und auch nur Sonntag (vorab-Messevirus) – aber irgendwie habe ich gefühlt nur Leute mit rotem Ausstellerbändel gesehen, oder Autoren oder Blogger, keine „reinen“ Leser, wie sie auf den anderen Messen herum laufen.

Es gab auch vor dem Eingang keine Werbung oder auch nur ein Plakat, dass dort eine Buchmesse statt findet. Der Eingang zur BuchBerlin im Mercure Hotel liegt im MOA-Bogen, da ist auch ein Supermarkt und andere Geschäfte, ein Restaurant – es gehen immer viele Passanten vorbei. Wenn man da ein paar Plakate aufhängen würde, sagen wir mal eine Woche vor der Veranstaltung – das würden so viele Leute sehen – leichter kann man keine Werbung machen und viele Menschen erreichen.
Warum hängt man da nicht einfach ein paar Plakate auf?

Grundsätzlich ist die BuchBerlin meine Lieblingsbuchmesse geworden. Es ist super zu erreichen, ich finde immer eine gute Unterkunft und eine meiner liebsten Autorinnen aus meiner alten Schreibgruppe wohnt dort. Normalerweise kommen zwei weitere ebenfalls mit und es macht Spaß, zu sehen, wie Chrissy vom Buchkauffieber ergriffen wird und auf einmal mit ihren Karten bezahlt, bis sie glühen.
Pro-Tipp von Chrissy: schickt euch eure Einkäufe per Post nach Hause. Dann kann man noch mehr Bücher kaufen! 😀

Meine Beute. Passte so grade in den Koffer – wenn ich immer bis Montag bleibe, könnte ich nächstes Jahr Chrissys Tipp mit dem Paket anwenden!

Es sind sehr viele kleine Verlage und auch einzelne Autoren, ich liebe es einfach, die Bücher anzufassen und und rein zu blättern anstatt sie nur im Internet anzugucken und auf eine vorgegebene Leseprobe zu schauen.

Aber natürlich wäre es besser, wenn mehr Leute wissen, dass es diese Messe gibt und kommen. Jedes Mal, wenn ich mich in Berlin verlaufe und sage „Ich will zur Buchmesse ins MOA“ kommt als Antwort: „Was – Berlin hat eine Buchmesse?“

Ja!
Eine richtig tolle!
Kommt doch nächstes Jahr auch dahin! Dann haben die Leute hinter den Ständen zwar weniger Zeit, mit uns zu quatschen, aber ich rede ja eh nur zögerlich mit fremden Menschen.

Vielleicht klappt das auch mit dem bekannter machen der Buchmesse, wenn man wenigstens ein paar Plakate in den MOA-Bogen hängt 😉

[Artikel] Wie viel ist eine Kurzgeschichte wert?

Deutschland ist kein gutes Land zur Veröffentlichung phantastischer Kurzgeschichten. Das ist vielleicht schon bei dem Aufzählen der undotierten Preise für Kurzgeschichten aufgefallen. Eine virtuelle Auszeichnung erfreut natürlich ebenfalls das Autorenherz und alleine schon während des Abstimmungsprozesses wird dafür gesorgt, dass neue Leser auf die Geschichten aufmerksam gemacht werden. Einige der Preise sind auch wirklich schöne kleine Trophäen für das Kaminsims oder die Vitrine, doch in der Regel muss die öffentliche Belobigung ausreichen. Und obwohl ich bei der ersten Seraphverleihung dabei sein konnte und auch diese ganzen virtuellen Preise liebe, die ohne das Engagement vieler Freiwilliger nicht möglich wären (wenn ihr Zeit habt: sprecht die Veranstalter an, irgendeines dieser Team wird zusätzliche Hilfe gebrauchen können), ist es bitter, in den englischsprachigen Raum zu schauen.
Dort gibt es nicht nur eine Fülle dotierter Preise, sondern auch viele Magazine, die regulär für die Veröffentlichung von Texten bezahlen. In Deutschland fällt mir nur ein Magazin ein, das auch erst ab dem kommenden Jahr erscheinen wird. Deutsche Kurzgeschichtenautoren haben viele Gründe, zu schreiben, aber Geld gehört da garantiert nicht zu. Weiterlesen

[Interview] Juliane Seidel, Herausgeberin queerer Charity-Anthologien, Autorin & Bloggerin

Juliane Seidel wurde 1983 in Suhl/Thüringen geboren und lebt seit mehreren Jahren in Wiesbaden. Neben ihrer Arbeit als Teamassistentin steckt sie viel Zeit und Herzblut in den queeren Rezensionsblog „Like a Dream“, organisiert Messen und Veranstaltungen (u.a. das queere Lesefestival „QUEER gelesen“) und schreibt seit knapp zehn Jahren fantastische Kinder- und Jugendbücher. Unterdessen hat sie neben den ersten Bänden der Kinderbuchreihe „Assjah“ und der im Selfpublishing erschienenen Trilogie “Nachtschatten” auch erste Veröffentlichungen im queeren Bereich vorzuweisen.

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[KGFestival] Literaturpreise für Kurzgeschichten

Obwohl keine Kurzgeschichten ausgezeichnet werden, möchte ich auf den Seraph Literaturpreis aufmerksam machen. Ich hatte das Glück, bei der ersten Verleihung als Zuschauer dabei zu sein. Inzwischen wird der Jurypreis jährlich auf der Leipziger Buchmesse verliehen, zeichnet auch Selfpublisher aus und ist aus der Phantastik nicht wegzudenken.

Zu den Kurzgeschichtenpreisen gibt es vor allem eines zu sagen: viele von ihnen können immer eine helfende Hand gebrauchen. Wenn ihr Interesse habt, sucht euch einen aus, schreibt die Veranstalter einfach an und fragt, ob ihr sie unterstützen könnt.  Weiterlesen

[Rezension] „Grabraub“ von P.N. Elrod (Happy Bissday, Charlaine Harris)

Mehr als ein Dutzend Bücher habe ich gekauft, nachdem ich eine Kurzgeschichte des Autors gelesen habe. Eigentlich glaube ich, es waren zwei Dutzend (das sollte ich mal nachzählen), darunter waren auch viele Reihen.
Ganz klar der Favorit in dieser Kategorie ist die Anthologie „Happy Bissday“, Herausgeber Charlaine Harris & Toni L.P. Kelner, erschienen 2008 (in der englischen Originalversion 2007). Sie haben amerikanische Autoren angesprochen, eine Kurzgeschichte zu verfassen, in der sowohl Vampire als auch das Geburtstagsthema auftauchen.

Und da ich Vampirgeschichten mag, aber nur eine bestimmte Sorte (sexy oder glitzernde Vampire sind nicht so gefragt), kam das genau richtig.

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[Rezension] „Der Feind auf meiner Couch“ – ein Badewannenbuch

Der Verlag „Edition Wannenbuch“ macht eine ganz besondere Art von Büchern: wasserfeste Minibücher für die Badewanne! Auf sechs quadratischen Seiten tauchen wir in eine Geschichte ein – aufgrund der Länge natürlich eine Kurzgeschichte.
Als ich den Verlag das erste Mal entdeckte (auf einer Buch Berlin müsste das gewesen sein), konnte ich mich nicht einkriegen vor Begeisterung. Denn ich liebe Kurzgeschichten – wie bei so einer Blogtour nicht erstaunlich – und ich liebe Baden.

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[Interview] Markus Heitkamp, Autor & Herausgeber

Kurzbio:
Markus Heitkamp, Jahrgang 1969, wuchs in Datteln am Rande des Ruhrgebietes auf. Das Lesen und Schreiben wurde sein steter Wegbegleiter, nachdem er im Alter von sechs Jahren „Der kleine Hobbit“ gelesen hat. Mit seinem schriftstellerischen Schaffen trat er im Jahr 2012 erstmals ins Licht der Öffentlichkeit und ist seitdem eine feste Größe in der Phantastik. Markus Heitkamp ist auf vielen großen und kleinen Buchmessen anzutreffen, oft in der Nähe seines Hausverlages Verlag Torsten Low.

Lieber Markus, vielen Dank für das Interview! Unsere Leser sind sehr neugierig, was ein Herausgeber macht und wie man sie von den Geschichten überzeugt.

1. Wie wurdest du das erste Mal Herausgeber bei einer Anthologie? Und bei welchen hast du seitdem als Herausgeber mitgewirkt?
Das erste Mal Herausgeber wurde ich, als Wolfgang Schroeder einen Mitherausgeber suchte. Das waren die Phantastischen Sportler. Ich hatte schon häufiger im Hintergrund als Ideengeber für Anthologien fungiert, aber die Anfrage von Wolfgang war die erste. Mittlerweile bin ich allerdings noch bei drei weiteren Anthologien als Herausgeber tätig, über die ich aber leider noch Stillschweigen wahren muss.

2. Was sind deine Auswahlkriterien bei Kurzgeschichten?

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[Rezension] „Eine saubere Lösung“, Alessandra Reß (Die Putze von Asgard, Machandel Verlag)

Die beiden Figuren in der gerade mal knapp 8 Seiten starke Geschichte haben mich am meisten in den Bann gezogen. Es ist auch die Geschichte mit dem kleinsten Personal: die Autorin konzentriert sich vollkommen auf die Dunkelelfe Ralyra und ihre Freundin und Putzfrau Xee.
Als Dunkelelfe nutzt Ralyra Blutmagie für ihre Zauber. So halten sich die Aufträge in Grenzen, denn man muss wirklich einen großen Wunsch haben, um den Tod eines Menschen dafür in Kauf zu nehmen. Xee dient eher als Ralyras Gesellschafterin und wird nur alle paar Wochen richtig gefordert…
… dann aber bis an den Anschlag ihrer Fähigkeiten und vor allem ihrer Geduld, denn Ralyra schreckt vor dem Blutopfer zurück. Es braucht viel Überzeugungsarbeit und Cheerleading von ihrer Reinigungskraft, damit die Dunkelelfe ihre Arbeit erledigt. Und bis sie das endlich geschafft hat, hat sich Xees Putzpensum vervielfacht.
Aus diesem Grund versucht Xee eine Lösung für ihre Freundin und Arbeitgeberin zu finden, aber ob das so eine gute Idee ist?

Diese Geschichte bietet wie alle Stories in der Anthologie eine äußerst kreative Umsetzung des Themas „phantastische Putzfrau“. Die Einfälle und Twists kann man einfach nicht vorhersehen.

Die Wahl der Kurzgeschichte ist mir sehr schwer gefallen, aber ich habe dann beschlossen, die Antzhologie anhand von Alessandras Geschichte vorzustellen… das Cheerleading für eine Dunkelelfe war einfach unschlagbar!

[KGFestival] Die Meisterschaft des ersten Satzes

Vor ungefähr zehn Jahren habe ich mit meiner ersten Autorengruppe monatliche Kurzgeschichtenduelle veranstaltet. Es wurden zwei Schreiber gelost, die erst danach ihr Thema erfahren haben, wie z.B. „Das Blut der Erde“, „Im Schatten der Messingsense“, „Das Geheimnis des Marmorgartens“, „Die weißen Federn der Hölle“… Eine Woche lang hatten sie Zeit, eine Geschichte zu schreiben – das führte häufig dazu, dass die Geschichte an einem einzigen Abend, maximal zwei, entstand.

Ungeachtet der kurzen Entstehungszeit wurden die Geschichten danach von den Kritikern aufs Ausführlichste auseinander genommen. In diesen Duellen habe ich sehr viel über das Schreiben gelernt.

Einer unserer Freunde hat immer die „Meisterschaft des ersten Satzes“ und die „Meisterschaft des letzten Satzes“ beurteilt. Weiterlesen

[Gastartikel] „Held, sieh zu, wie du klar kommst.“ (Thomas Williams)

Eine Blogreihe zum Thema Kurzgeschichten darf nicht ohne den Horror-Kurzgeschichtenautor Thomas Williams stattfinden. Gefühlt überall dabei, veröffentlicht viel, wird von Herausgebern für Kurzgeschichten angefragt (die Königsklasse der Kurzgeschichtenautoren!)… wie kam es dazu? Wie plottet er? Hat er Tipps für angehende Kurzgeschichtenautoren?
Zum Glück hat er sofort positiv auf meine Anfrage geantwortet. Fremde Menschen ansprechen, und gerade wenn sie bekannt sind… das kann ich nicht gut.
Damit übergebe ich das Wort an Thomas Williams (Spoiler: er plottet nicht. Gar nicht! Wie schafft man dann soviel?!)

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Als Meara mich anschrieb, ob ich vielleicht etwas zu ihrem Kurzgeschichtenfestival beitragen möchte, ging mir das gleiche durch den Kopf, wie sonst auch, wenn jemand möchte, dass ich etwas für sie oder ihn schreibe: „Sicher, dass du den richtigen hast?“
Und jetzt sitze ich hier und versuche mich euch vorzustellen, damit ihr wisst, wer ich bin und warum ich euch etwas zu meiner Arbeit als Autor erzählen darf.
Gar nicht so einfach, denn nichts fällt mir schwerer, als über mich selber zu schreiben. Meine Kurzbiografien in Anthologien, sind nicht einfach nur kurz, sondern geradezu mikroskopisch klein. Oh, das ist eine tolle Überleitung. Weiterlesen